01/01/2006

Mein Jahresrückblick: Best Days

Mit den Bands des Monats mach ich nächstes Jahr noch weiter, aber jetzt an Silvester wird's Zeit für's Zentrale - mein Jahr und mein Leben 2005!

Beste Tage: 

21.1. Another Place Bandprobe

Endlich passierte wieder etwas Schönes in meinem Leben. Seitdem spielte ich bei Another Place, später in Curizon umbenannt, mit, und es kam mir vor, als wäre ich schon dem Plattenvertrag nahe, so professionell war das alles. Wahnsinn. Ich hatte echt das Gefühl, ich müsste mich bei diesen Erwachsenen wie bei nem Casting beweisen, was ich mit meinem Vorzeigestück "My Immortal" von Evanescence mit Gesang und Keyboardspiel versuchte. Aber sie nahmen mich mit offenen Armen auf. Danke Thomas! Und, was genauso wichtig ist, seit diesem Tag kenn ich Til.

31.1. Turnerfasching Lichtenfels

Verdammt(!) war das geil!!!!! *nach Luft schnapp* Nee ey. Wohl die beste Party, die ich in diesem Jahr erlebt habe. Andrea sieht's genauso :) Ich hatte den ganzen Abend versucht, Chris näher zu kommen, und ganz langsam gelang es mir. Der Moment, als ich ihm ganz verhalten, doch sehr signalisierend mit dem Arm, den ich um ihn gelegt hatte - eigentlich nur um mit ihm und den anderen abzuroquen *hüstl* - den Rücken streichelte, und er dann plötzlich dasselbe tat, und der andere Moment, als er mich mit zur Bar nahm, um mir einen auszugeben... - ich werd beide nie vergessen. Egal, was davor, danach und währenddessen passiert ist.

 26.2. Andrea hat sturmfrei

Nachmittags erstmal mit Andrea und Natty School Of Rock gucken LOL Dann kamen einige der Lichtenfelser Jungs, u.a. Chris, mit dem ich da 22 Tage zusammenwar. Wir fuhren zu Andrea nach Hause, die da sturmfrei hatte, und hatten ein paar witzige Stunden. Wir hatten zwar auf der Hinfahrt scheiß Wetter, aber wenn, dann wäre ich ja zusammen mit Chris und Andrea gestorben. Er sagte mir da, ich wäre was Besonderes.

24.3. Bei Chris übernachten

Wir waren beide bei Natty's Geburtstag und gingen da zu ihm. Ein Gespräch, bis die ersten Vögel zu zwitschern begannen. Noch nie vorher waren wir auch nur annähernd so offen zueinander. Und ich lag am Ende da und fragte mich, womit ich so viel Glück verdient hatte.

1.4. Shoppingtour in BA

Mal wieder mit meinem Freund. Jaaa, mit ihm KONNTE man das tun! Und das 6 Stunden lang. Ein wunderschöner Tag, durchzogen von tollen Erlebnissen und Erwerbungen (z.B. mein erster RHCP-Album) und einer grünen Welle :P A Draum.

23.4. Mein erster (kleiner Auftritt)

Jaaa, tatatataaa! Und zwar im Independent-Musikclub ZEBRA (ein schmucker Ort) mit "Under The Bridge" von den Peppers - auch noch eine meiner Lieblingsbands - und Thomas Reggae-Combo...ääh, das waren Foundation oder? Nee Dubstyle. Ach verdammt, halt irgendeine coole Reggaeband mit Hemi und Thomas. Am Schluss war ich dran und brachte ihn mit Freuden hinter mich, trotz des hohen A's am Ende.

4.5. Weggehen in Bamberg//3 Monate Chris & ich

Unser Vierteljähriges fiel auf einen Mittwoch, aber es folgte ein Feiertag darauf. Also fuhren wir mit dem Zug nach Bamberg und trafen uns mit Andrea, Pia, Corina und ein paar anderen. So schlecht ist das Bamberger Nachtleben gar nicht. Durch und durch ein schöner Abend.

7.5. Vali's Bday Feier

Und gleich wieder ein genialer Tag und zumindest die zweit- oder drittbeste Feier des Jahres. Und die beste Houseparty aller Zeiten. Vali wohnt gemeinsam mit seinem Opa in einem kleinen Häuschen, das den Partygästen von oben bis unten zur Verfügung stand. Der Großvater konnte es nicht stören, war ja schwerhörig...Nur wenn man länger als 10 Sekunden vor seinem abgesperrten Schlafzimmer stehenblieb, wurde man vom Gastgeber weggescheucht. Und der krönende Abschluss: Steve, der in Valis Zimmer platzt und gleich Rückzug macht!!! ("Hm, hm, hm. Oh! Joa, ich geh dann ma wieda...")

11.5. Andrea bei mir

Vali, ein lieber Freund & Ex-Bandkollege von mir, wohnt zusammen mit seinem Opa in einem kleinen Häuschen, das uns von oben bis unten zur Verfügung stand. Sein Opa war ja taub und hörte nix in seinem Zimmer, nur wenn wir vor seiner Tür stehenblieben, wurden wir vom Gastgeber weggescheucht LOL

26.5. Purple Stain Gründung

Die kurze Zeit mit Purple Stain war die vielleicht die beste Zeit des Jahres. Man kann sagen, an diesem Tag wurde die Red Hot Chili Peppers- und andere Bands-Coverband gegründet, wobei das Ganze eigentlich erstmal nur ein Jam just for fun sein sollte. Chris, Til und ich, die drei Peppers-Maniacs, probten mit Heimo, weil das ursprünglich angeheuerte 4. Mitglied absagte. Zwei Tage später jammten wir mit Takis, the master of guitar :) Ebenfalls nur zum Spaß. Doch eine Woche später wurde Schlag auf Schlag alles ernst...

5.6. Eine Woche vorm Konzert

Am 4.6. rief mich Til an und verkündete, wir könnten nächste Woche ein Konzert spielen. Bamberg, Maxplatz, mit einer mordsgeilen Anlage, deren Benutzung uns aber keinen Cent kosten würde. Connections halt. Ich flippte aus wie noch nie. Ich konnte mein Glück nicht fassen. Am nächsten Tag war erstens Reggae-Bandprobe, weil auch da wieder ein Auftritt anstand, und später besprachen und probten Til und ich schon mal den Akustik-Teil unserer Show (er Akustik-Gitarre, ich Gesang). Ich war überglücklich. Ich würde mit meinem Freund und meinem besten Freund meine Lieblingssongs auf der Bühne spielen. Und am 6.6. kam das neue Coldplay-Album raus. Ich dachte, ich würde umfallen vor Glück, als mir das auch noch einfiel.

Der Name unserer Band stand im Laufe der nächsten Woche fest, die ca. 25 Songs, davon ein Fünftel Peppers, und dass Takis sicher mitspielen würde. Die ganze Woche strahlte ich.

11.6. Konzert aufm Maxplatz//Gig im Paunchy Cats

Ich hatte schlecht geschlafen. Die grenzenlos wirkende Euphorie von Til und mir war verpufft, nachdem wir unsere einzige Probe vor dem Konzert gehabt hatten. Wir schafften längst nicht alles und kamen ständig raus. Und wir verbrannten einen Amp, wohlgemerkt. Oh Mann. Nicht so gute Startbedingungen, auch als ich dann am Maxplatz sah, wie wenig Leute zusahen. Dafür umso tollere, fast all meine Freunde waren da! Wir waren bei den ersten Songs noch sehr verkrampft, doch irgendwann brach das Eis und war nur noch locker und schön. Zwei Stunden powern. Ich werd's nie vergessen. Und dann abends ging's weiter im Paunchy Cats, wo ich für ne Dreiviertelstunde als Backgroundsängerin für Foundation mit zu leise eingestelltem Mikrofon auf der Bühne rumstand.

1.7. K12 Session

Entweder sind Sessions toll oder beschissen, so kommt's mir vor. Das hier war eine tolle. Eigentlich meine beste soweit. Ich hing die meiste Zeit mit Til und Alex rum.

9.7. Coldplay live

Nur noch mein Geburtstag war schöner! Chris hatte mir doch tatsächlich noch 6 Tage davor offenbart, dass er doch Tickets gekauft hatte! Und dann war's soweit, morgens um 7 mit dem Auto Richtung München. Wir brauchten ewig, was auch an meinem schlechten Orientierungssinn liegt und es war recht stressig, aber wir konnten trotzdem ein bisschen die schöne Stadt ansehen...und dann kamen Coldplay, meine Lieblingsband, und brachten mich in Ekstase.

6.7. Purple Stain 2. Gig

Wir hatten echt Glück. Wir sollten zwar auf einem 40. Geburtstag spielen, was uns Kopfzerbrechen brachte, wie harte Songs man Leuten in der Art zumuten kann usw., aber es kam anders, und am Ende hätten wir fast alles spielen können und die Gäste wären begeistert gewesen. Besonders einer von ihnen, der nicht nur absoluter Peppers-Freak war, sondern sich auch als perfekt geeigneter Roadie erwies, als er Til bei einem kleinen Zwischenfall mit seinem Schlagzeug aus der Patsche half. Am Ende hatten wir endlose Komplimente, einen weiteren Auftritt und sage und schreibe 280 Euro in der Tasche.

26.7. Purple Stain 3. Gig Schulfest

Ich durfte nicht nur mit meinen Jungs vor dem besten Publikum bis jetzt überhaupt spielen - die Mädels aus meiner Schule - sondern auch anschließend mit ihnen in meinen Geburtstag reinfeiern. An diesem Tag lief auch das erste Mal einem gewissen Simon über den Weg. Und ich wurde in einem schönen Café und sehr döseligen Zustand 16.

27.7. Mein 16. Geburtstag

Aaach, selten fühlte ich mich so geliebt! Beinahe alle Menschen, die mir etwas bedeuteten, waren im Laufe des Tages mal bei mir und feierten mit mir. Am schönsten war der Abend, als ich mit der Creme de la Creme im Garten saß.

31.7. Mona und der Lieblingsbaum

Einen Tag später war diese Harmonie jedoch sonstwohin verschwunden, und ich war unglücklich wie nie. Bis Mona kam und mir raushalf. Sie sammelte mich praktisch von der Straße auf, als ich heulend wie ein Schlosshund abseits des Altstadtfests rumhockte, kümmerte sich um mich, und versprach mir, am nächsten Tag zu mir zu kommen. Da zeigte mir sie dann ihren Lieblingsbaum, der am Ende von Staffelstein steht. Da saßen wir dann den ganzen Nachmittag, redeten, schrieben Songs - und lachten. Gott, ham wir gschmarrt! Und ganz plötzlich war ich geheilt. Zwar nicht himmelhochjauchzend, aber auch nicht mehr zu Tode betrübt. Abends waren wir nochmal beim Altstadtfest.

4.8. Til und ich kommen zusammen

Ich hätte mir da ja nicht träumen lassen, dass ich schon 5 Tage später mit Til zusammen kommen würde! Dabei hatte ich, als ich an dem Abend zu ihm kam, wirklich ausschließlich die Absicht, mit ihm zu REDEN. Taten wir auch zuerst. Und später auch, unter anderem. Und ich blieb bis 4 Uhr früh. Und auch die nächsten 4 Tage waren einfach nur Wahnsinn. Wir waren beide so verliebt.

9.8. Lagerfeuer-Aktion

13.8.-15.8. Berlin!

19.8. Til

27.8. Meine Bday Feier

24.9. Froschweithüpfen und Schubinosteine essen

1.10. Schandmaul live

22.10. Under The Bridge downtown...

28.10. Bene Bday Feier

29.10. Noel wieder sehen ;)

11.-13.11. Tanzwochenende

27.11. Weihnachtszauber

 

Oh Mann, ihr seht schon. Ich werd wieder mal net fertig. Und ein Blick auf die Uhr und Mamas Gemotze zeigt mir, ich muss weg hier. Morgen werd ich Zeit haben, vielleicht schreib ich fertig und verkatert auch besser. Bin eh nicht so in Rückblick-Stimmung. Normalerweise liebe ich in Erinnerungen schwelgen, aber scheinbar hab ich jetzt schon so oft die selben behandelt, dass sie langsam ausgelutscht sind...? Okay, Noel, Andrea und der Rest, wir sehen uns heute, whoo. Und dem Rest wünsche ich alles alles Liebe. 2006!!!!!!!!

Mein Jahresrückblick: MUSIC - Artists Of The Months

Huhu!

Ich hab's mir zur Gewohnheit gemacht, immer wenn sich das Jahr dem Ende neigt, einen persönlichen Jahresrückblick zu schreiben. Dieses Jahr will ich das öffentlich auf dem Blog machen. Alles was genial war und was beschissen, was mich bewegt hat... und das sind in erster Linie eigene Erlebnisse und natürlich Musik. Das Ganze ist eigentlich komplett nutzlos für die Leute, die sich das durchlesen, aber ich hatte einfach Lust drauf. Hier und jetzt werde ich für jeden Monat in 2005 eine Band beschreiben, die mir zu der Zeit viel bedeutet hat und wie und warum.

Also dann, los geht's mit dem ersten Monat des Jahres und den schottischen Rockern von Franz Ferdinand...

Januar: Franz Ferdinand

Zu Beginn des Jahres wollte ich mal ganz neue Bands kennenlernen. Bands, dessen Namen ich schon oft gehört hatte, die sehr gut sein sollten und bevorzugt Britpop spielten. Das waren ziemlich viele Bands. So viele, dass sie die Internetrechnung zweimal sehr nach oben und damit meine Eltern fast zur Weißglut trieben. Aber wenn man Hausarrest hat, hat man auch wenigstens Zeit, Musik zu hören ;) So stieß ich eines Tages auf Franz Ferdinand. Wie es schon bei vielen anderen meiner heutigen Lieblingsbands geschehen war (z.B. Oasis, Incubus, Radiohead), war ich auf diese neue Britpop-Band durch das Coldplaying-Forum mit seinen schwärmenden Usern gekommen. Mehr als diese Schwärmereien, den ulkigen eingedeutschten Bandnamen und das Video "This Fffire" kannte ich aber nicht. Aber sobald ich die erste Minute des Albums angehört hatte, war's um mich geschehen. Groovender Retro-Rock'n'Roll mit großartigen Schrammelgitarren und treibendem, tanzbaren Rhythmus - einfach nur cool. Ich kam wieder mal ins Wundern, warum Britpop so wenig Fans hat. Gut, das hat sich ja mittlerweile etwas geändert. Diese eben beschriebende Musikrichtung, die eigentlich nur so halb Britpop ist, sondern mit "Indie-Rock'n'Roll" oder "Alternative" bezeichnet wird, hat ja dieses Jahr einen ziemlich Hype erlebt und mit 1000en von neuen "The-" Bands, bestehend aus meist britischen (oder schwedischen) jungen, schicken, Anzug-, Krawatten-, Stratocaster- und Gelfrisur-tragenden Jungs, eine Menge Vertreter bekommen. Aber Franz Ferdinand waren ganz am Anfang schon da! Und sind damit auch einfach Originale. Originale in Sachen bereits dagewesenen 60s-Rock'n'Roll wieder Leben einzuflößen... Ich denke sie gefallen mir deshalb am besten, außerdem weil sie nicht so "amerikanisiert" sind und melodischer als z.B. The Hives. Viele dieser neuen Indie-Bands scheinen auch nicht sehr emotional zu sein, sondern nur "hippe" Tanzmusik zu bieten (Kaiser Chiefs - "Everyday I Love You Less And Less").

Im Oktober veröffentlichten FF (Nicht zu verwechseln mit den anderen coolen Doppel-Fs, den Foo Fighters, ihr neues Album kam n bissl früher!) ihr neues Album "You Could Have It So Much Better". Bei dem war schon mal eine Sache genauso wie beim Debüt-Album: Ich verliebte mich schon wieder vom ersten Hören an in das erste Lied, das auch weiterhin mein Lieblingssong blieb. Auf "Franz Ferdinand" hieß er "Jacqueline", auf "YCHISMB" war es "The Fallen". Außerdem Gemeinsamkeiten mit dem Debüt: Auch das 2. Album ist wieder richtig geil ;) Ich muss jetzt zugeben, so richtig in- und auswendig kenne ich es noch nicht, weil die Band inzwischen ein bisschen den Reiz verloren hat. The Libertines interessieren mich halt im Moment mehr. Aber im Januar vergötterte ich Franz Ferdinand - und ließ es auch jeden wissen, bis auch alle meine Freunde den Namen richtig aussprachen konnten (nicht auf deutsch einfach Franz Ferdinand, sondern "Fräänts Fördinänd") und das auch ziemlich genervt taten ^^ Gell, Andrea? Letztendlich hast du dir "Jacqueline" ja sogar mal angehört, bloß damit ich ruhig bin!

Ich heiße superfantastiiisch, ich trinke Schampus mit Lachsfiiisch, ich heiße Su-per-fan-tas-tiiisch! Das habt ihr euch verdient, Jungs!

Beste Songs: Jacqueline, The Fallen, Do You Want To, Darts Of Pleasure, Michael, Take Me Out

Februar: Red Hot Chili Peppers

Red Hot Chili Peppers

The Red Hot Chili Peppers. Phew *pfeif*. Was mir diese Band in diesem Jahr alles bedeutet hat. In meinen ganzen wichtigen Lebensphasen 2005 haben sie den (dazu passenden) Ton angegeben. Ob ich jetzt in einer RHCP-Coverband spielte oder einen Freund hatte, der ebenfalls riesiger Peppers-Fan war, mit dem zusammen ich immer wieder zu ihren Songs sang, oder einer ihrer Lieder mich alleine in meinem Zimmer zum Weinen brachte - oder auch in Hochstimmung - Anthony Kiedis (aaaah!! *kreisch* Welch ein Kerl!), John Frusciante (Mein Held an der Gitarre!) und der Rest waren überall. In Deutschland auf Tour leider nicht, aber dafür haut es doch hoffentlich nächstes Jahr hin. Mein Leben als Peppers-Fan hat nämlich vor kurzem wieder einen Sinn bekommen, nachdem ich erfuhr, das am 31. März endlich das neue Album in die Läden kommt! (schon wieder aaaah!!)

Ich war eigentlich noch nie RHCP-abgeneigt war und fand besonders "Can't Stop" sehr geil. Die anderen Lieder kannte man halt so aus dem Radio, wusste zwar nicht mal ihren Namen, aber freute sich trotzdem immer darüber, sie zu hören (kommt ja auch viel zu selten vor!!) Dann war ich ja in einem Freundeskreis, in dem bevorzugt Rock und Metal gehört wurde, solche "Standard"-Sachen wie Nirvana, Guns N Roses und eben auch die Peppers. Auch ich begann mich zunehmend für Rockmusik zu interessieren, wollte ein bisschen weg von meinem melancholischen, soften Britpop (aber nur ein bisschen!). Und die Peppers waren sowohl ruhig und melodisch als auch laut, großspurig und abgefahren - genau das Richtige für mich. (In diesem Moment entdeck ich ein neues Lieblings-Peppers-Lied, "Leverage Of Space" *merk* ) Ich lieh mir von ner Freundin das Album "Californication" aus und hörte es bald ständig. Dann kam ich im Februar mit einem Jungen zusammen, der schon lange riesiger Peppers-Fan war, schon bei unserem ersten Date haben wir ja die DVD "Live @ Slane Castle" angehört.

In meinem Hinterkopf wusste ich schon, dass die RHCP bereits über 20 Jahre bestehen. Aber ich guckte erstmal ziemlich, als ich erfuhr, wie ihre Musik zu den "blutigen Anfangszeiten" klang! Und damit sind auch noch spätere Werke, wie von 1991 gemeint! Nix mit dem eingängigen Pop/Rock von Californication, der eigentlich jedem gefiel, sondern hektische Sprechgesänge (die Ausläufer davon waren ja noch auf manchen, von mir nicht so bevorzugten neuen Tracks zu hören), schrecklich hoher Gesang im Refrain (thanks John, aber wir lieben dich inzwischen dafür!) und wildes Geslappe auf Flea's Bass. Es war Gewöhnungssache, und meine allmähliche Begeisterung für RHCP längst nicht mehr durch meine Freunde beeinflusst, und so war mein erstes Original-RHCP-Album eines der besagten frühen Werke, das 1991 erschiene "Blood Sugar Sex Magik". Ich fand einfach, "By The Way" hat doch schon jeder, jetzt erstmal eines der nicht so standardmäßigen! Und ich bin echt stolz, dass ich es hab. Auch wenn ich anfangs noch dachte, es enthält zwar gute anhörbare Songs, aber so richtige Hits zum Abgehen und Mitgrölen nur ganz wenige, find ich inzwischen, das muss auch gar nicht so sein. Musik, die nicht eine hitverdächtige Melodie hat, sondern beim ersten Hören eher noch hinplätschert, bis man ein bisschen hinter den Einfallsreichtum und vielleicht auch den guten Text kommt, ist genauso gut, hin und wieder auch besser, es zählt einfach das Gefühl dahinter! Naja, in dem Sinn hat sich mein Geschmack einfach geändert! Ich find inzwischen auch, ohne ihre blutigen funkigen Anfangszeiten wären die Red Hot Chili Peppers richtig langweilig, anstatt dass ich denk, naja, sowas wie "Fight Like A Brave" ist ein ganz lustiges Anhängsel, aber wenn's nur sowas von den RHCP gebe, fändest du die Jungs nie im Leben gut. Darüber bin ich mir gar nicht mehr so sicher. Ich bin inzwischen großer Fan von funkiger Musik und E-Bässen. Und ich vergöttere die Red Hot Chili Peppers mit (fast!) allem, was sie machen. Mein MP3-Player, den ich genauso wie die zwei Peppers-Alben "By The Way" und "Californication" im Sommer erstand, ist zum Drittel mit ihren Songs voll - vom uralten und schlichtweg GESTÖRTEN "Police Helicopter" bis zum melancholischen, wunderschönen "Venice Queen", der letzte Track auf dem bisher letzten Studio-Album, unter dem Namen man mich auch in ICQ findet. Jetzt werde ich auf den 31.März 2006 warten, und um mir die Zeit zu verkürzen, öfters selig in meinem Peppers-T-Shirt in meinem Zimmer sitzen, mein Peppers-Poster angrinsen und dabei "One Hot Minute" hören, das nächste Album auf meiner Haben-Wollen-Liste.

So wie ich 2003 Robbie Williams anhimmelte, der dann 2004 erst von Coldplay und dann von Oasis abgelöst wurde, waren die Peppers 2005 meine eigene "Hype-Band". Insgesamt sind sie zusammen mit diesen beiden Britpop-Gruppen meine absoluten Lieblinge, die mir hoch und heilig sind und über die nix geht.

RHCP - meiner Meinung nach die perfekte Band:

Ein einzigartiger Gitarrist - JOHN FRUSCIANTE

Ein unschlagbarer Bassist - FLEA

Ein alleskönnender Drummer - CHAD SMITH

und zur optischen Abrundung ein sehr gutaussehender Sänger ^^ - ANTHONY KIEDIS

(also *hust* Ich mein gut singen und noch besser rappen und Texte schreiben tut er ja auch)

Beste Songs: Can't Stop, Road Trippin', Venice Queen, Fight Like A Brave, Give It Away, Aeroplane, Pretty Little Ditty, Right On Time, Higher Ground, By The Way, Dosed, Under The Bridge, Pea ... oh Mann, da gibt's so viele! Ich sollte eher die aufschreiben, die ich nicht mag, das wär übersichtlich!

März: Green Day

Me goes Punkrock!

Zumindest halbwegs. Green Day werden zwar dem Punkrock-Genre zugeordnet, aber vor allem verglichen mit den absolut streng antikommerziellen Underground-Punkbands (wobei die inzwischen auch jeder kennt, jetzt wo Punk so "in" ist) sind sie auch stark dem Mainstream zuzuschreiben. Anarchie für's Radio. Aber macht das was? Mir ist es egal, solange Green Day geile Mucke machen. Und das tun sie, wie ich in diesem Jahr erkannt hab.

Vorher machte ich mir gar nix aus der Band. Alles was ich wusste, war, dass Green Day schon etwas länger bestehen und Punk à la The Offspring und Blink 182 machen. Altersbedingt gingen mir diese Musik und diese Bands damals aber noch am Arsch vorbei. (Die Backstreet Boys waren halt süßer und ungefährlicher :P)

Aber das änderte sich, als Green Day zu Beginn des Jahres zwangsläufig immer öfter vor meiner Nase auftauchten. Sie hatten ihr neues Album "American Idiot" veröffentlicht, dass weltweit Begeisterungsstürme und Regen von gewonnenen Awards für die drei Punkrocker auslöste. Erstens für ihr gewagtes Anti-Bush-Statement im Titelsong "American Idiot" (den ich anfangs nicht sooo gut fand, aber ich hab auch nie genau hingehört), zweitens für das gesamte Album, das alle, die es kannten, ins Schwärmen kommen ließ. Und ich fragte mich, was da bloß dran sein sollte, als sogar die überzeugten Britpoper vom Coldplaying-Forum begannen, ständig Green Day zu hören. Gut, finden wir's eben raus und hören es uns ein paar Mal an. Zur der Zeit, als ich das tat, kam die 2. Single-Auskoppelung "Boulevard Of Broken Dreams" raus. Und damit war's dann bald um mich geschehen. Nicht nur ich und die Radio-Stationen vergötterten dieses Lied, sondern irgendwie - jeder. Ob trendbewusste Charts-Hörer, HipHopper, Rockfans, der Rest oder meine Mum, jeder mochte es. Inzwischen haben wir es vor allem den Programmchefs vom Rundfunk und ihrem übereifrigen Airplay zu verdanken, dass jeden dieses Lied ankotzt, ich steh aber bis heute noch total drauf. Und auf die übrigen Songs von "American Idiot". Es gibt keinen einzigen, der mir nicht gefällt. Es gab kaum eine CD, die dieses Jahr öfters in meinem CD-Player lief, nicht mal eine von den Peppers, glaub ich. Vor allem wenn ich was Tolles vorhatte und in gute Stimmung kommen wollte oder wenn ich mit meinem Freund zu "Boulevard" kuscheln wollte... ich hatte nie die Schnauze voll davon.

Inzwischen ist es doch soweit gekommen. Aber schließlich können Green Day auf fast 15 Jahre Bandgeschichte zurückschauen und haben in der Zeit von 1992 bis jetzt eine Menge guter Alben veröffentlicht (die ich noch längst nicht alle kenne). "Dookie" z.B., dass schon 1994 einen ähnlichen Hype auslöste wie der, der nun nach wie vor die Musikwelt im Griff haben zu scheint (die Preisflut hört nicht auf und jetzt wurde sogar eine 5. Single veröffentlicht). Trotzdem, ich laber zwar nicht so oft die Meinung der Allgemeinheit nach, aber in manchen Fällen stimmt sie einfach! Zum Beispiel, dass "American Idiot" zwar das neuste und das bekannteste, aber nun mal auch das beste Green Day-Album ist.

Durch sie habe ich nun auch mehr Gefallen an Punk im Allgemeinen gefunden. Ich hör jetzt auch The Offspring :D Blink allerdings immer noch nicht, die sind mir... seid mir net bös, aber die sind mir irgendwie zu einfach und zu kindisch.

Abschließend nochmal zu Green Day: Ich bin jetzt ernsthafter Fan, ich liebe sie total und bin mal gespannt drauf, wie das neue Livealbum so ist!

Beste Songs: Boulevard Of Broken Dreams, American Idiot, She's A Rebel, Long View, Homecoming, Jesus Of Suburbia, Warning, Basket Case, Tired Of Waiting For You, When I Come Around

April: Queens Of The Stone Age

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Jeder, der ne Ahnung von Musik hat, z.B. Journalisten vom WOM-Magazin, (ich werd da jetzt nicht von mir reden!), steht auf die Queens Of The Stone Age!

Warum eigentlich? Vielleicht weil sie anders und anspruchsvoll sind und viel ausprobieren. Aber das muss echt nicht jedem gefallen und ist auch nicht immer schön. Nicht wie diese Wolke, die grad da draußen malerisch rot gefärbt am romantischen Dämmerhimmel steht. Versteht ihr was ich mein? QOTSA sind oft eher brachial und nicht sehr entgegenkommend.

Aber sehen wir erstmal ob das wirklich so oft der Fall ist (Zitat des QOTSA-Frontmanns Joshua Homme: "Wir wollen nicht nur böse sein und rumschreien) und nach den positiven Seiten der Königinnen der Steinzeit. Ihr größter Pluspunkt ist auf jeden Fall ihr bekanntester Song "No One Knows". Also, everyone knows No One Knows and wer nicht, hat echt was verpasst. Eigentlich kommt's ja billig, den bekanntesten Song einer Band am besten zu finden, aber genauso wie's von Oasis keinen besseren Song als "Wonderwall" gibt, ist auch "No One Knows" so gut wie unschlagbar. Ich kannte dieses Lied schon seit 1 1/2 Jahren, aber ich wollte es nur kennen, weil mein Schatzibutzl Robbie Williams es damals in einem Interview als genial beschrieb. Da konnte ich nur als das softe Pop-Girlie, das ich damals noch war und das bei härteren Gitarrenriffs meist sofort in Deckung ging, seine Meinung nicht teilen und ließ es nach dreimal Hören links liegen. Bis ich später irgendwie wieder drauf zurückkam. Zufall, neu geweckte Neugierde, sowas halt. Und diesmal liebte ich es. Schon diese geilen, "abgehackten" Akkorde, wie sie auch die Beatsteaks auf ihren besten Liedern spielen, das ist total meins! Gegen dieses Gedröhne die eher "zarte", recht hohe Stimme von Josh Homme, und ein irres Solo - perfekt!

Um April herum sollte ein neues QOTSA-Album, "Lullabies To Paralyze", herauskommen. Da war zwar kein "No One Knows" drauf, aber auch ne Menge sehr guter Songs - sobald man sich an sie gewöhnt hatte. Denn anfangs treiben sie einen wirklich ein bisschen in die Enge. Die Queens haben es so an sich, mit ihrer Mischung aus schweren, erdigen Gitarren, handfestem Getrommel mit kaum zu hörender HiHat, und gespenstischem Gesang, oft eine richtig beunruhigende Stimmung zu erschaffen. Aber es gibt auch die andere Seite, da wo sich eben Josh's oben genanntes Zitat bewahrheitet: "I Never Came", das ich Softie natürlich als ersten Song von "Lullabies To Paralyze" gut fand - ein ruhiger, trauriger Song, bei dem mich sogar die Melancholie packt, wenn ich keinen Liebeskummer hab. Es geht nämlich darin um eine gescheiterte Beziehung. Vor allem das Intro ist der Hammer. Dann gibt's sogar einen Gute-Laune-Autofahr(nicht nur bei Need For Speed)-Song (auch sowas können sie!) "In My Head". Und der Rest, ganz typisch QOTSA, siehe unten.

Zur Zeit hör ich a bissl ins Vorgänger-Album "Songs For The Deaf" rein, das auch ein paar geile Kompositionen enthält (nicht nur "No One Knows"), aber auch sehr komische. Fazit: Mit gefällt nicht alles von dieser Band, aber wenn, dann richtig gut! Stoner-Rock ist einfach geil!

Beste Songs: No One Knows, I Never Came, Everybody Knows That You're Insane, Medication, In My Head, First It Giveth Number One, Someone's In The Wolf

Mai: Foo Fighters

Immer zum 5.April widmet MTV sein Tagesprogramm DER Rocklegende und dem Idol für Millionen von Jugendlichen: the one and only KURT COBAIN. Kurt ist ein Held, Kurt lebt für immer weiter, Kurt IST Nirvana. Kein Wunder, dass da die übrigen zwei Mitglieder von Nirvana ins Hintertreffen geraten. Sollte aber nicht so sein. Hat sich inzwischen auch etwas geändert. Ich fand Dave Grohl ja schon ne Weile talentiert, cool und sehr süß mit seinen langen Haaren zu Nirvana-Zeiten (um mal ganz unseriös-mädchenhaft zu klingen). Und irgendwoher hatte ich schon mal den Namen "Foo Fighters" gehört. Das war alles. Inzwischen ist Dave's Band, wahrscheinlich hauptsächlich durch das neue Album "In Your Honor", in aller Munde/Gehöre. Und ich bin Fan geworden.

Als ich jedenfalls am diesjährigen 5.April mir die alten Nirvana-Dokus, Interviews und Konzertmitschnitte ansah - ein traumhaftes Programm, den ganzen Tag nur Nirvana und Rock allgemein im Vordergrund - wurde auch darüber berichtet, wie es nach dem Tod von Kurt weiterging. Der Bassist Krist Novoselic ist ja ziemlich in der Versenkung verschwunden, doch Dave nahm ab sofort Mikro und Gitarre statt Drumsticks zur Hand und gründete die Foo Fighters. Hierzu wurde ein kurzer Ausschnitt aus einem ihrer Videos gezeigt, es war "All My Life", zu dem Zeitpunkt das Bekannteste. Es zeigte die Jungs beim Performen, Dave vorne, ziemlich wütend auf seiner Gitarre rumschrubbend und brüllend. Klingt nach Nirvana? Nein, mit Grunge, Punk und depressiven, halt- und hoffnungslosen jungen Leuten hatte es nicht viel zu tun. Zwar geht es im Song um innere Unzufriedenheit und der bisher erfolglosen Suche nach irgendetwas, aber es kam mir eher wie NuMetal vor, oder zumindest wie "normaler", bodenständiger, moderner Rock der härteren Gangart. Mir war er nach dem Eindruck etwas zu hart, aber trotzdem hörte ich mir später "All My Life" mal ganz an. Und dann ging das ne Stunde lang so. Passte auch total zum Tag damals. Und seitdem mag ich die Foo Fighters. Ganz besonders das Album "One By One", dass ich mir im Mai zulegte, da sind haufenweise gute Lieder drauf, bessere als auf der neuen Platte "In Your Honor"! FF (vgl. Franz Ferdinand) sind nicht besonders markant oder auffällig. Aber das muss ja nichts Schlechtes sein. Sie sind mal laut, mal leise, mal depressiv, mal fröhlich, mal verhalten-akustisch, mal aufbrausend-verzerrt, und diese Gegensätze manchmal im selben Lied ("Come Back"). Ich denke jeder Rock/Alternative-Fan kann was mit dieser Band anfangen.

Ein weiterer Grund, warum man die Fighters mögen sollte, sind ihre Videos. Die Band bzw. ihre Videoregisseure scheinen sich eine Riesenmühe bei denen zu geben, und fast jeder ihrer Clips ist gespickt mit orginellen, lustigen Einfällen und verrückten Kostümen. Dave als Jumbojet-Pilot (passend zu "Learn To Fly") als Zöpfchen und Lippenstift tragendes Mädchen, oder die Band als gespielt grinsende Darsteller in einem Werbespot, adaptiert von den Frischatem-Dragees "Mentos - The Fresh Maker") - alles ist möglich.

Beste Songs: All My Life, Lonely As You, Come Back

Juni: Alev

Bei Rockbands mit SängerINNEN wird's immer automatisch interessant für mich, und so war Alev, eine junge Newcomerband aus München, gleich gefundenes Fressen für mich, als ich etwas über sie im EMP las. Mein erster Eindruck: Ihr Sound ist sehr rockig, aber nicht so hart, wie der der meisten Bands über die EMP berichtet, also genau richtig für meinen Geschmack, und Alev Lenz, die türkisch-deutsche Fronfrau, die der Gruppe den Namen verleiht, ist sehr talentiert und klingt irgendwie ein bisschen nach Shakira (?). Muss ja nichts schlechtes sein.

Klick machte es dann, wie so oft, zufällig, mit Hilfe des Winamp-Shuffles. Während ich am PC sitze, mach ich meistens meine Media Library in Winamp auf, wo alle Lieder verzeichnet sind, die wir haben, und lass die Titel nach Zufallswiedergabe laufen - so kann ich meine bekannten Lieblingssongs im Wechsel mit Sachen, die ich noch nicht kenne (und das sind immer noch verdammt viele), anhören, ohne dass es langweilig wird. Und dann spielte das Programm eines Tages "If We Ever (Massdestruction Ignorance)" von Alev. Und ich dachte mir, boah, wie geil, geht des ab! und hörte das Lied gleich noch dreimal am Stück. Und das will was heißen, ich mach sowas sehr selten! Der Text war auch saugut, wie ich beim Durchlesen feststellte, es ging um die Ignoranz und Unmenschlichkeit unserer Gesellschaft. Eigentlich schrie das Lied nach einer erfolgreichen Singleveröffentlichung, ich hatte ja schon automatisch einen Videoclip dazu im Kopf, wo die (übrigens hübsche) Sängerin ihrem Namen (Alev =Flamme) und dem Liedtext ("Then we're gonna burn in our flames of our massdestructive ignorance") entsprechend inmitten einer angezündeten Lagerhalle oder sowas singt. Naja, so ne Idee. Den Song GIBT'S sogar seit 1.8.2005 auf Single, inklusive Videoclip, wie ich später feststellte, aber leider sind Alev noch nicht berühmt genug, um auf MTV gezeigt zu werden. Wer weiß, vielleicht wird's noch. Das Zeug dazu haben sie. Zwar sind ein paar Songs auf dem Debüt-Album "We Live In Paradise" schon etwas einfach gestrickt, aber schlecht sind sie mit Ausnahme des sinnlosen Instrumental-Geschrubbs auf dem Opener nie.

Okay, Alev war so ein Hype von mir zu der Zeit im Mai und bis in den Sommer. Inzwischen hab ich ein bisschen die Nase voll davon, hab halt besonders meine zwei Lieblingssongs zu oft gehört. Aber ich steh immer noch auf die Gruppe und besonders auf Alev's Stimme. Rocksängerinnen rulen eben!

PS: Gerade auf der Alev-Homepage gewesen und festgestellt, dass Alev Lenz nicht mehr in der Band ist, da sie "ihrem Herzenswunsch nachgehen will, allein mit ihrer Stimme, ihren Texten und ihrem Klavierspiel auf der Bühne zu stehen". Das klingt wirklich nicht mehr Rockband. Stattdessen steht ab jetzt Alexandra Janssen am Mikrofon. Die neuen Songs, die mit ihr aufgenommen wurden, und jetzt auf der Homepage zum Anhören parat stehen, klingen immer noch sehr nach dem typischen Alev-Stil, auch wenn Alex eine andere Stimme hat. Aber ne gute, ziemliche Röhre ^^ Mal sehen, ob ich die "alte" Alev vermissen werd.

Beste Songs: If We Ever (Massdestruction Ignorance), Sweet Lullaby

If We Ever (Massdestruction Ignorance), Sweet Lullaby

Juli: Coldplay

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Coldplay 4ever!!! Meine Liebe für diese Band ist ähnlich wie in ner guten Ehe: Zwar sind die großen "Verliebtheitsgefühle" gewichen und ich flipp nicht mehr komplett aus, wenn ich sie irgendwo sehe oder höre (die Radios spielen ja eh bloß noch "Speed Of Sound", als ob's keine bessere Single gäb), aber ich lieb sie immer noch über alles und bin mir sicher, dass es bis an mein Lebensende so bleiben wird. Diese vier Briten haben ja meinen ganzen Musikgeschmack geprägt, durch sie weiß ich, was wirklich gute Musik ist, weil ich begann, mich für ähnliche Bands zu interessieren. Erst Britpop, dann Rock im Allgemeinen, inzwischen Musik im Allgemeinen. Sie sind quasi "Der Anfang und das Ende".

Wobei ich ja erstmal nicht sooo begeistert war dem neuen Album "X&Y", das am 6.6. (schönes Datum) erschienen war. War praktisch ne "Ehekrise". Aber erstens gefielen mir die Songs nach einer Weile doch immer besser (wenn auch nie so gut wie der Vorgänger "A Rush Of Blood To The Head", es ist einfach nur unschlagbar!), und zweitens bekam ich Karten für ihr Konzert in München am 9.Juli. Völlig überraschend, gerade 6 Tage vorher und nachdem ich mich längst damit abgefunden hatte, nicht hinzugehen. Da kann die Begeisterung einfach nur wieder steigen, das geschieht auch, wenn du jemanden hast, den du dafür begeistern willst - in dem Fall mein Begleiter zum Konzert, mein damaliger Freund (immer noch danke!!!!!!). Es war einer der besten Tages dieses Jahres und meines Lebens. Ich hatte schon mal Glück bei der Setlist, da sie z.B. nicht wie bisher üblich das langweilige "Swallowed In The Sea" beinhaltete, sondern meinen derzeitigen Lieblingssong "Talk". Aber während des Konzerts dachte ich mir, Coldplay könnten jetzt ihre schlechtesten Songs überhaupt rausholen und ich würde laut applaudieren und sie toll finden. Du begreifst oft nicht, wie gut die Lieder auf einer CD wirklich sind, bis du sie live hörst. Der beste Moment war aber, als sie "Clocks" spielten. Gott, hab ich geschrien ^^. Durch dieses Lied bin ich überhaupt erstmal auf Coldplay aufmerksam geworden. Es ist immer mein Lieblingssong geblieben, sowohl von Coldplay als auch allgemein, inzwischen seit über zwei Jahren. Es ist pure Magie.

Nach dem Konzert war ich Besitzer eines nicht ganz billigen Coldplay-T-Shirts, 1 Stunde langen Tonaufnahmen, einer unvergesslichen Erinnerung und einem riesigen aufgefrischten Enthusiasmus für Coldplay (und für Richard Ashcroft, seine Show als Support Act war genial!).

Wenn es eine Band gibt, die total mich und meinen Charakter beschreibt, dann sind es Coldplay. Ich mein nicht ihre Genialität und Schönheit :P , sondern die Melancholie, Tiefgründigkeit, Romantik und die großen Emotionen in ganz verschiedenen bunten Facetten, die sie ausstrahlen. Himmel naaa, wieder frag ich mich, für wie verrückt mich die Leute halten, wenn sie das lesen. Genau, das hab ich vergessen - auch Unsicherheit ist beinhaltet... Zumindest war ich vor zwei Jahren total so. Inzwischen bin ich vielleicht ein bisschen lauter und draufgängerischer geworden, - deshalb will ich auch längst nicht mehr bloß ruhige Sachen hören, sondern auch witzige Sachen wie die Peppers und Geschrammel wie The Libertines - aber der Großteil, der mich ausmacht, ist nach wie vor die nachdenkliche, gefühlvolle Seite.

Chris Martin ist der beste Sänger der Welt. Wollte ich noch abschließend mal gesagt haben.

Beste Songs: Square One, Talk, Clocks, Twisted Logic, What If, For You, Low, 1.36, I Ran Away, Sleeping Sun

Square One, Talk, Clocks, Twisted Logic, What If, For You, Low, 1.36, I Ran Away, Sleeping Sun

August: John Frusciante

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Til: ich hör grad john frusciante *g*

Mrs. Williams: hat der scho ma solo was gemacht?

Til: ma?? der haut im jar 6 alben raus

Til: der is voll der freak

Mrs. Williams: hilfe

Til: ich hab 8 oder so...

Mrs. Williams: ich hab keine ahnung von RHCP *feststell*

Til: ach was

Til: ich habs auch lange net gewusst

Til: die sind auch net bekannt

Til: ich finds aber ganz cool

Til: ich glaub ja echt viel, aber dass john von drogen runter is glaub ich net ;)

Mrs. Williams: hm naja is dann auch a fall für mich

Diese paar Zeilen, entnommen aus nem ICQ-Dialog mit Til, fassen schon mal ganz gut ein paar Sachen über JOHN aka Dschon Fruschäntie, den Gitarristen der Red Hot Chili Peppers (den aktuellen, muss man dazu sagen, die Peppers haben ihre Gitarristen ja im Laufe der Karriere aus- und wieder eingetauscht usw.) zusammen.

Erst einmal: Er und seine Musik ist komisch. Ob mit oder ohne Drogen.

Er ist genial. Das ist er allerdings eher, wenn er clean ist. *an die ersten Soloalben denk*

Er ist einzigartig. Keiner auf dieser Welt spielt auf diese Weise Gitarre wie er - die einzig mögliche Ausnahme, Hillel Slovak, ist ja nicht mehr auf dieser Erde, sondern darunter *betroffen auf den Boden schau*. Hillel war der allererste in der langen Reihe der RHCP-Gitarristen gewesen und für den damals sehr jungen, doch sehr begabten John das absolute Vorbild im Gitarre spielen. Doch selbst wenn er viel von Hillel kopiert hat, ist da immer noch was viel eigenes, in dem was John da von sich gibt. Leider hat John nicht nur in Sachen Gitarrenspiel und Musikkarriere viel von Hillel nachgemacht, sondern auch in Sachen Drogen. Aber wo Hillel sich und sein Leben aufgegeben hat, hat John sich nochmal einen Ruck gegeben und ist erst von da an richtig aufgeblüht und hat sein ganzes Können unter Beweis gestellt. Und wenn er dann auf der Bühne steht und spielt und rockt und seine tollen, langen Haare fliegen und er singt und scheint so in Ekstase zu sein, dass es absolut ansteckend und die reinste Freude ist, jemanden zu sehen, der so endlos in der Musik aufgeht. So wie ich, auch wenn John natürlich um Welten begabter ist, denn...

Er ist der Beste. Auch wenn die Red Hot Chili Peppers-Songs nicht mit fingerbrecherischen Soli gespickt sind, auch wenn John nicht so flink und sauber wie z.B. Kirk Hammet spielt, ist er für mich der beste Gitarrist überhaupt, weil er einfach extrem kreativ ist.

Beinahe zu kreativ, da er besonders 2004 beinahe im Monatstakt seine Einfälle, die er nicht auf Peppers-Alben unterbringen konnte, auf Soloalben veröffentlichte. Da klingt er nur teilweise nach Funkrock, vielmehr sind die verschiedensten Stilrichtungen drauf, Elektronik, sehr psychedelischer (hoho jetzt schmeiß ich mal mit dem Ausdruck um mich! Ich weiß nicht mal so 100pro was er bedeutet ^^) Rock - aber nie Pop. Einfach sehr eigenwillige Gitarrenmusik. Man muss sich echt dran gewöhnen, auch besonders an John's Gesang. Er ist im Laufe des Jahres zu einer Kultfigur für Mona, Til und mich geworden, sämtliche Blödeleien laufen nämlich auf John und seine Stimme, die auf entfernte Hoden und Homosexualität schließen lässt *g* hinaus. (John war aber soweit bekannt nur mit Frauen zusammen...) Ihr kennt sein Geträller ja schon vom Background auf den Peppers Alben (I feel love, I feel love, I feel looove...). Und das die ganze Zeit als Lead Vocals... John hat zwar vielleicht ein paar der gräußlichsten und unanhörbarsten Songs überhaupt geschrieben, aber auch einige der allerwunderschönsten! Das hab ich besonders im August gemerkt. Mir fällt da immer zuerst ein, wie ich an nem frühen Sommerabend bei Mona im Zimmer saß und das erste Mal das Album "Shadows Collide With People" hörte und wir dann besonders zu "Carvel" rumtanzten und sangen! ^^

Und nicht nur Gitarre spielen, singen und Songs schreiben kann John - sondern auch malen und Geschichten schreiben!

Ich bin verdammt froh, dass er mit dem Drogenscheiß noch rechtzeitig aufgehört hat, denn für ihn gilt es noch mehr als für Pete Doherty: Es wäre ein Riesenverlust um ihn! Und irgendwann will ich auch mal so verrenkt wie er auf dem Boden rumliegen und dabei geniale Soli reinhauen können! Leute, ich vergöttere diesen Typen!

Beste Songs: Going Inside, Ascension, Carvel, A Loop, Murderers

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