11/02/2006
FT-Leserbríef zur Deutschen Bahn
Eventuell nächste Woche im Fränkischen Tag
Zum Leserbrief von Sebastian Wolf über die Deutsche Bahn AG
Herr Wolf hat Recht, wenn er die Leser dazu auffordert, nicht mit der DB zu fahren. Nur schade, dass es kein Konkurrenzunternehmen gibt und geben kann! Ich bin eine 16-jährige Schülerin eines Bamberger Gymnasiums. Seit fünf Jahren nutze ich also von Montag bis Freitag die Regionalbahnen zwischen Ebensfeld und Bamberg. Seit fünf Jahren kommen diese Züge zu spät. Mal fünf, mal zehn, mal 20 Minuten. Hin und wieder aber auch eine Minute zu früh, sodass ich die Abfahrt auch schon mal verpasst habe. Ich weiß also genau, wovon Herr Wolf spricht.
Außerdem: Der „Schandfleck“ Hallstadts und der „Westernbahnhof“ Ebing – ich musste lachen, als vor einiger Zeit ein FT-Reporter eine Glosse darüber schrieb und aussprach was ich dachte. Wohin kommen die ganzen Einnahmen von den immer wieder erhöhten Fahrpreisen, wenn nicht in Sanierungen dieser Bruchbuden? Oder Fortbildungen für Mitarbeiter in den Bereichen Freundlichkeit und Kommunikationsfähigkeit. Viele Fragen bleiben bei der DB offen, z.B. wie viele der Begründungen, mit denen die immer gelangweilte, monotone Stimme aus den Lautsprechern die Verspätungen zu entschuldigen versucht, nicht frei erfunden sind. Oder auch bei diesem Fall: Vor kurzem wurde meine Freundin gezwungen, den Zug auf halber Strecke zu verlassen und musste dann allein bei Kälte und Dunkelheit und 30km von Zuhause entfernt zusehen, dass sie jemand abholte. Weil sie mit ihren 16 Jahren mit einem Kinderfahrschein gefahren war. Natürlich ist Schwarzfahren nicht okay, aber ist es nicht auch unlogisch, dass wir, wenn es darum geht, Auto zu fahren und unbegrenzt lange in Discotheken zu bleiben, noch lange nicht alt genug sind - wenn es aber ums Lösen eines Fahrscheins geht, auf einmal längst volljährig sind und den doppelten Preis zahlen müssen?
Wegen der ständigen Verspätungen, die auch manchmal zu verspätetem Erreichen der Schule führen, wurden bereits Verweise erteilt. Einige Eltern der Ebensfelder Schüler und der Bürgermeister Kasper gingen nun mittels genauen Nachforschungen und einem Beschwerdebrief gegen die Sache an. Ob sie damit Erfolg haben, bleibt abzuwarten. „Abwarten“ lässt sich ja sowieso immer mit der Deutschen Bahn AG assoziieren.13:39 Veröffentlicht in :: 3 geschrieben | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
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