12/06/2006

Max', Döbis & Andys Feier!

Was hab ich vor ein bisschen mehr als einem Jahr gemacht?

Mit jeder Pore meines Körpers dem 11.6. entgegengefiebert. Ich sollte an dem Samstag mein allererstes richtiges Konzert spielen.

Und dieses Jahr? Ähnlich. Dafür war es eine Party, die im Vornherein versprach, nein, vorraussetzte, dass es etwas Besonderes werden würde.

Wie schon 2005 war das Event nicht so reibungslos, wie ich es mir vorgestellt hab. Hier war es noch um VIELFACHES schwieriger... nun, ich hab mich etwas getraut... und die Hälfte der Zeit bin ich stolz darauf... aber sonst... WIE IDIOTISCH, PEINLICH...und doch ENDLICH mal verdammt IRRATIONAL von mir. Und zu so einer Verhaltensweise gehört es eben auch, schlechte Konsequenzen hinzunehmen. Ich beiße meine Zähne zusammen, vermeide jegliche neue zu große hoffnungsvolle Illusionen und warte auf den nächsten großen Sturm, bei dem ich wohl eher schlecht als recht in Deckung vor ihm gehen kann.

Ich würde ja jetzt gerne noch Eindrücke von der Feier in der Form von Bildern unter diesen Eintrag setzen...aber irgendwie hab ich in letzter Zeit den Haken an dem scheinbaren Blogspirit der unbegrenzten Möglichkeiten entdeckt....und es gibt mehrere Häken...ne ganze Menge Häken...

So bleibt mir es nur, der vor sich hin maunzenden, gurrenden, zischenden und motzenden Patti Smith zuzuhören :P

09/06/2006

Jeff Buckleys "Hallelujah"

Seit Jeff Buckley's ohnehin schon berühmtester Song auch Teil des inzwischen schon kultigen Soundtracks zu "OC, California" geworden ist, hat er Unmengen an Popularität gewonnen - nun bei Leuten, die 1994 noch keine gute Musik hörten, mich inbegriffen.

1994 erschien "Grace", das Debütalbum des ehemaligen Kunststudenten Jeff Buckley. Er war nach unzähligen Café- und Clubauftritten entdeckt und unter Vertrag genommen worden. Unter etwa einem Dutzend emotionsgeladener Songs befand sich auch

"Hallelujah", ein Cover des Ausnahmekünstlers LEONARD COHEN.

Ich erinnere mich dabei an Monas Worte, als wir Buckley's Version hörten und noch nichts vom tatsächlichen Original wussten: "Dieses Lied darf man einfach nicht covern..."

Tatsächlich ist Jeff's Interpretation einer der ganz ganz wenigen Coverversionen, die qualitativ UND erfolgsmäßig das Original übertreffen. In diesem Fall sogar bei weitem. Cohen's (Seth Cohen?? :P ) Stimme ist tief am Boden, der Frauenchor im Hintergrund hebt das nicht auf, es wird mit einer vollen Band begleitet, und man fragt sich, wo diese Erhabenheit, Melancholie, Verträumtheit, das ganze Gefühl bleibt? Das Original ist - klobig. Wie hat Jeff Buckley so ein zerbrechliches Meisterwerk da herausgehört?

 

Neben Jeff Buckley wurde das Lied später noch von U2 und Rufus Wainwright (im Film „Shrek 2“ zu hören) gecovert, allesamt von Künstlern, deren Musik sehr tief- und herzergreifende Merkmale auf eine erfrischend & verwirrend andere Art & Weise hat (mehr (Rufus, seine Musik ist schon wieder von nem anderen Planeten) oder weniger (U2, die Stadionkönige).

 

„Grace“ blieb das erste und letzte Album des hoffnungsvollen Sängers.

1997, zur Zeit der Aufnahmen für das nur in Bruchstücken veröffentlichte 2. Album, starb Jeff Buckley.

An einem heißen Tag hatte er sich vorgenommen, voll bekleidet im Missisippi River baden zu gehen.

Es ist bis heute nicht sicher, ob er gegen seinen Willen der Strömung des Flusses nicht standhalten konnte oder Selbstmordgedanken hatte.

Referenzen dafür gibt es in einem seiner Songs:

 "Eternal Life is now on my trail. Got my red glitter coffin, man, just need one last nail".

 

"Das ewige Leben liegt auf meinem Weg. Ich brauche nur noch einen letzten Nagel für meinen glitzerroten Sarg".

 

Er ertrank in den Fluten und hinterließ einen kleinen Fankult um seine Person, wie eine intellektuelle, nicht-mainstreamige Version des Rummels um Kurt Cobains Tod.

Wieder einer von meinen Vorstellungen über Buckley umgeschmissen und in Verwirrung gestürzt. Ich hatte vor, bei der nächsten Gelegenheit zu einem seiner Konzerte zu gehen – nur um „Hallelujah“ ein einziges Mal live zu hören.

So bleibt nur diese Aufnahme zurück.

6 Minuten und 55 Sekunden lang.

Schon der bedeutungsvolle Atemzug am Anfang des schönsten OC-Lieds macht, dass sich zumindest im übertragenen Sinne die Haare auf meinem Arm aufstellen.

Oder dass Sara, viele andere und ich in Hysterie und gleich darauf für diese knapp sieben Minuten in unendliche Wachträume fallen.

Jede einzelne Sekunde ist es wert.

 

 

(Bilder kommen noch!)

07/06/2006

Ich heiße su-per-fan-tas-tiiisch...


 

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